Den Fotoverwalter verwenden

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Fotos effizient und professionell online organisieren und verwalten.

Warum Fotos online speichern?

Da heute nahezu jeder ein Smartphone besitzt, hat sich die Fotografie wesentlich verändert – denn heute ist es einfacher denn je, gute Fotos zu machen. Wir machen, speichern und teilen unglaublich viele Fotos, und das jeden Tag. Deshalb benötigen wir auch dringender denn je ein effizientes und intuitives System, mit dem wir unsere digitalen Bilder verwalten können. Somit ist die Speicherung von Fotos wichtiger denn je.

Mit Online-Fotoverwaltern können Sie Ihre zahllosen Bilddateien verwalten und immer dann im Handumdrehen darauf zugreifen, wenn Sie das möchten. Wenn Sie Ihre digitalen Fotoalben in einem Cloud-Speicher unterbringen, geben Sie damit nicht nur Speicherplatz auf Ihrer Festplatte frei, sondern verbessern nebenher auch Zugriff, Sicherheit und Ordnung der Inhalte.

An einem Ort und doch überall

Manchmal ist es schwierig, ein bestimmtes Foto aufzufinden, wenn es nur offline gespeichert ist – ohne ein effizientes System verteilen sich Bilder schnell wahllos auf zahllose Ordner auf dem Computer.

Wenn Sie zum Beispiel einen Mac benutzen, synchronisieren Sie vielleicht über die Photos-App bestimmte Bilder, auf dem Desktop gespeicherte Screenshots, im Download-Ordner gespeicherte Bilder aus dem Netz und Dateien aus vielen anderen Ordnern mit Ihrem Smartphone.

Schnell verliert man die Übersicht, wenn man die zahllosen Ordner durchsucht, in denen Ihre Bilder dann landen – umso mehr, wenn Ihre Fotos auf verschiedenen Geräten gespeichert sind: Smartphone, Laptop, externe Festplatte und so weiter...

Mit Cloud-Speichern können Sie all Ihre Fotos an einem zentralen Ort sortieren, ohne dass Ihnen dabei andere Dateien im Weg stehen. Alle Fotos befinden sich an einem einheitlichen Speicherort, auf den Sie über alle online-fähigen Geräte zugreifen können.

Erinnerungen beschützen

Niemand möchte seine Kindheits- oder Familienfotos verlieren. Alte Fotos sind allerdings immer dem Risiko ausgesetzt, dass sie beschädigt werden, und im Laufe der Jahre verliert man gerne langsam den Überblick über sie. Glücklicherweise können Sie dieser Gefahr ganz einfach entgegenwirken: Digitalisieren Sie Fotos auf Papier einfach mit einer Dokumentenscanner-App und speichern Sie sie sicher in der Cloud. Mit Cloud-Speichern können Sie sich sicher sein, dass Ihre wertvollen Erinnerungen immer per Backup gesichert sind. Wenn Sie beispielsweise in Ihrer Dropbox ein Foto speichern, können Sie über alle Betriebssysteme und Geräte mit Internetverbindung darauf zugreifen, selbst dann, wenn das Originalbild oder die Kamera verloren geht.

Wenn Sie Ihre Fotos auf nur einem Computer speichern, braucht es nur einen kleinen Defekt oder einen Absturz und Ihre geliebten Erinnerungen sind für immer verloren. Speichern Sie Ihre Fotos dagegen in der Cloud, können Sie sich sicher sein, dass sie jederzeit verfügbar sind – selbst dann, wenn Ihr Computer oder Smartphone den Geist aufgeben sollte.

Fotoalbum im Taschenformat

Mit einer Fotoverwalter-App können Sie all Ihre Fotos überall hin mitnehmen. Speichern Sie Ihre Fotos in der Cloud, können Sie überall und jederzeit darauf zugreifen, solange Sie Zugang zum Internet haben. Die Möglichkeit, die wichtigsten Fotos überall hin mitnehmen zu können, ohne dabei digital oder physisch Platz zu beanspruchen, ist ein riesiger Vorteil von Online-Fotoverwaltungssoftware.

Kinderleichte Freigabe

Auch das Teilen von Fotos mit Familie und Freunden ist mit Online-Fotoverwaltungssoftware spielend leicht. Mit Dropbox können Sie beliebige Dateien oder Ordner freigeben, selbst für Empfänger, die selbst gar kein Dropbox-Konto besitzen.

Wenn Sie heutzutage einen Familienurlaub machen, ist es sehr wahrscheinlich, dass jeder mit seinen eigenen Geräten eigene Fotos macht. Durch einen auf Zusammenarbeit ausgelegten Fotoverwaltungsdienst wie Dropbox jedoch können Sie und Ihre Lieben Fotoalben mit freigegebenen Ordnern über mehrere Konten hinweg miteinander synchronisieren, sodass jeder zum Urlaubsalbum beitragen und es bearbeiten kann. Und das auf allen Geräten!

Mehr Speicherplatz

Einer der Hauptvorteile, wenn Sie die Cloud für Fotos und andere Dateiformate verwenden, ist, dass Sie Speicherplatz auf Ihrem Gerät sparen. Eine einzelne Datei nimmt an sich nicht viel Platz weg, aber angesichts der rauen Menge an Fotos, die wir jeden Tag aufnehmen oder speichern, verringert sich der Speicherplatz rasend schnell. Und ehe man es sich versieht, nehmen die Fotos einen Großteil Ihres Speichers ein. Wenn Sie Speicherplatz auf Ihrem Gerät freigeben, läuft es meist schneller und reibungsloser. Die Speicherung Ihrer Fotos ausschließlich in der Cloud ist eine der Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen.

Wie organisiere ich Fotos online am besten?

Wenn Sie einen Online-Fotoverwalter verwenden, hat das klare Vorteile. Um ihn optimal nutzen zu können, müssen Sie sich aber erst ein einheitliches, robustes System für die Verwaltung Ihrer Fotos überlegen. Wir sagen Ihnen, wie Sie dafür sorgen können, dass Ihre Fotobibliothek so effizient wie möglich aufgebaut ist.

Durcheinander aufräumen

Bevor Sie Bilder in Ihre Online-Fotobibliothek hochladen, müssen Sie erst alles aussortieren, was Sie nicht mehr brauchen. Es ist zu verführerisch, unterbewusst und unnötig Bilddateien zu horten. Vielleicht haben also auch Sie zahllose Bilder auf Ihrem Computer gespeichert, die Sie für Präsentationen oder Dokumente verwendet und seither nie wieder gebraucht haben. Oder vielleicht haben Sie sogar Duplikate zu verschiedenen Zeiten an unterschiedlichen Stellen gespeichert. Da wäre es nicht besonders hilfreich, dieses Durcheinander auch in Ihre Online-Fotoalben zu übernehmen.

Gehen Sie alle Bilder durch, die Sie auf Ihrem Computer gespeichert haben, und löschen Sie alle doppelt vorkommenden Fotos und Dateien, die Sie nicht mehr benötigen, bevor Sie mit dem Upload beginnen. Prüfen Sie Ihre Online-Fotobibliothek regelmäßig und entfernen Sie unnötige Dateien daraus, damit Sie immer genügend Platz für Ihre besten Fotos haben.

Dateien umbenennen

Professionelle Fotografen wissen genau, dass es ein wichtiger Schritt in Richtung effizient verwalteter Fotobibliotheken ist, Fotos sinnvolle Dateinamen zu geben. Mit ursprünglichen Dateinamen wie „IMG.1234.jpg“ brauchen Sie nur zusätzliche unnötige Schritte, wenn Sie später versuchen, Fotos oder ein bestimmtes Bild zu finden, weil Sie jede Datei erst öffnen müssen, um herauszufinden, was sich darin verbirgt. Stattdessen sollten Sie jedem Bild einen Namen geben, der einem einheitlichen System folgt, das wichtige Informationen dazu bereitstellt, was das Foto zeigt. Dabei darf er aber nicht zu lang oder zu kompliziert sein.

Zuverlässige Formate oder Dateinamen wären beispielsweise die Erwähnung von Orten oder Ereignissen, an oder zu denen das Foto aufgenommen wurde, sowie das Datum: „Marrakesch_Dez 2019_01.jpg” wäre ein gutes Beispiel. Sie können aber gerne noch genauer sein: „Marrakesch_Dez 2019_Medina-Tour_01.jpg“. Oder nennen Sie Schlüsselwörter, mit denen Sie die Datei schnell identifizieren können.

Mit manchen Fotoverwaltungs-Tools können Sie Fotos außerdem Tags mit zusätzlichen Informationen hinzufügen. Ist das mit Ihrer Software nicht möglich, sollten Sie so viele Informationen wie möglich in den Dateinahmen packen. Nennen Sie zum Beispiel Begriffe wie „Urlaub“, „Essen“ oder „Natur“. Jedes Mal, wenn Sie dann nach diesem Wort suchen, werden Ihnen alle Ergebnisse für den Begriff angezeigt, selbst dann, wenn die Dateien nicht im gleichen Ordner gespeichert sind.

Besonders praktisch ist das in Situationen, wenn Sie beispielsweise alle Familienfotos auf einmal ansehen möchten, diese aber in mehreren verschiedenen Ordnern gespeichert sind. Oder Sie möchten alle Schwarz-Weiß-Bilder anzeigen, die Sie gespeichert haben, seien es Fotos, Screenshots, Designs oder andere Bildarten. Wenn Sie in Ihren Dateinamen bestimmte Schlüsselbegriffe nennen, macht das eine solche Suche deutlich einfacher.

Nennen Sie gerade genügend Informationen, dass Sie beim Lesen des Dateinamens eine Vorstellung davon erhalten, was auf dem Foto zu sehen ist, ohne dass Sie es öffnen oder wissen müssen, in welchem Ordner es sich befindet.

Ganz egal, welches Benennungssystem für Sie am besten funktioniert: Denken Sie daran, einheitlich vorzugehen.

Wenn Sie Ihre Dateien beispielsweise nach dem Muster „Ort_Datum_Aktivität“ benennen, z. B. „Marrakesch_Dez 2019_Medina-Tour_01.jpg”, dann aber plötzlich zu einer anderen Struktur wechseln, z. B. „Medina-Tour 02 Marokko 12/2019.jpg”, werden Ihre Fotos irgendwann ganz durcheinander in der Fotoansicht gezeigt. Damit wäre es letztendlich sogar noch schwieriger, bestimmte Fotos aufzufinden. Wenn Sie also ein System gefunden haben, das für Sie gut funktioniert, halten Sie sich daran.

Ordner erstellen

Sobald Sie ein funktionierendes Benennungssystem entwickelt haben, müssen Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie Ihre Fotos so kategorisieren und sortieren können, dass sie nicht alle in einem einzigen Ordner landen. Da wäre es ein wahrer Albtraum zu versuchen, bestimmte Fotos zu finden!

Am effizientesten wäre es, einige Hauptordner zu erstellen, die nach Kategorie oder Format unterscheiden, also beispielsweise Fotos, Screenshots, heruntergeladene Bilder, Designs usw. Innerhalb dieser Hauptordner können Sie dann nach Datum sortieren und für jedes Jahr einen Unterordner anlegen. Innerhalb dieser Unterordner können Sie wiederum für jeden Monat des Jahres einen Ordner anlegen. Wenn Sie möchten, können Sie hier aufhören oder diese Monatsordner weiter nach Ereignissen, Aktivitäten oder Orten unterteilen:

Meine Bilder > 2016 > Januar 2016 > Jamies Geburtstagsfeier > „Jamie & Jane tanzen 09.01.16.jpg“

Screenshots > 2020 > Februar 2020 > „Lady-Gaga-Ticketbestätigung 19.02.20.png”

Gescannte Dokumente > 2018 > Dezember 2018 > „Pass-Scan John Smith 08.12.18.pdf”

Manche Bilddateien, beispielsweise von Dokumenten oder alten Filmplakaten, die Sie heruntergeladen haben, lassen sich allerdings eher schlecht nach Datum sortieren. Deswegen schlagen wir vor, Bildformate und Themenbereiche zu verwenden, um die Hauptordner voneinander zu trennen, bevor Sie diese dann in Unterordner mit Datum aufteilen. Bei Bildern, die keine Fotos sind, ist es Ihnen vielleicht lieber, keine Monatsordner anzulegen, sondern die Ordner nach anderen Eigenschaften zu benennen:

Design > 2020 > Adobe Photoshop > Homeoffice-Poster.psd

Heruntergeladene Bilder > Filmplakate > Minimalistisches Poster The Shining.png

Heruntergeladene Bilder > Memes > GIFs > Rihanna lacht.gif

Besonders bei Fotos ist die Struktur Jahr > Monat > Ereignis/Aktivität sinnvoll.

Fotos mit einer Fotoverwalter-App importieren

Gerätesynchronisierung

Mit der Dropbox Desktop-App können Sie die automatische Synchronisierung von Bildern zwischen Ihren Geräten und der Cloud aktivieren. Jedes Mal, wenn Sie also ein Bild auf Ihrem Computer oder Telefon speichern, wird es automatisch in Ihrer Online-Bibliothek gesichert. Bei der Desktop-App erscheint Ihr Dropbox-Ordner genau wie normale Offline-Dateien auch im Dateiexplorer von Windows oder im Finder von Mac.

Jedes Mal, wenn Sie Dateien in diesem Ordner bearbeiten, hinzufügen oder löschen, werden diese Änderungen auch in Ihrem Dropbox-Konto und auf allen damit verknüpften Geräten übernommen. Sie können sich frei entscheiden, aus welchen Ordnern oder Unterordnern Fotos gesichert werden sollen, und welche Fotos nur offline verfügbar sein sollen.

Fotoabzüge hinzufügen

Da die Ordnung von Fotos online so viele Vorteile hat, ist es möglich, dass Sie nun auch gerne Abzüge älterer Fotos digitalisieren möchten, um sie ebenfalls Ihrer Online-Fotosammlung hinzuzufügen. Glücklicherweise ist das einfacher, als es scheinen mag! Wenn Sie Fotos digitalisieren möchten, müssen Sie sich dazu nicht erst auf die Jagd nach einem Scanner begeben. Heutzutage können Sie das auch einfach mit einer iPhone- oder Android-Kamera machen.

Mit der Dropbox Fotoscanner-App können Sie Dokumente ganz einfach im PDF- oder PNG-Format scannen und hochladen und dann direkt in Ihrer Dropbox speichern. Auf dem Markt gibt es viele nützliche Fotobearbeitungs-Tools und -Funktionen, mit denen Sie die Größe ändern, Bilder zuschneiden und Scans anpassen können. Und mit optischer Zeichenerkennung (Optical Character Recognition, kurz OCR) können Sie sogar den Text gescannter Dokumente durchsuchen!

Fotos mit Cloud-Speichern sortieren

Es gibt zwar keinen zentralen Ansatz für die Sortierung einer Fotobibliothek, der für alle Menschen geeignet ist, aber wenn Sie sich an die allgemeinen Tipps und Ratschläge oben halten, werden Sie einfacher immer und überall das richtige Foto finden.

Denken Sie daran, dass Sie das ausgewählte System aber auch immer verwenden. Es ist nicht schwer, eine gut organisierte Struktur aufzubauen. Sobald Sie also damit beginnen, neue Fotos hinzuzufügen, bleiben Sie bei dieser Struktur, damit Sie im Laufe der Zeit nicht doch noch den Überblick verlieren.

Zu guter Letzt möchten Sie die Bilder, nach denen Sie suchen, natürlich in so wenigen Schritten wie möglich auffinden. Und wenn Sie Ihre Online-Fotoverwaltungs-App richtig verwenden, schaffen Sie genau das.