Warum nutzt die Desktop-App von Dropbox so viel Arbeitsspeicher bzw. CPU auf meinem Computer?

Die Desktop-App von Dropbox arbeitet so effizient wie möglich. Es kann jedoch vorkommen, dass die RAM- bzw. CPU-Belastung gelegentlich höher ausfällt als erwartet. Das kann eine Verlangsamung einiger Computerfunktionen bewirken oder den Computer ganz allgemein langsamer laufen lassen.

Welche Faktoren verursachen eine hohe Arbeitsspeicherauslastung (RAM-Nutzung)?

Mehrere Faktoren können eine überdurchschnittlich hohe Auslastung des Arbeitsspeichers (RAM) bewirken. Unter anderem wird dies durch die Zahl der Dateien beeinflusst, die in Ihrem Dropbox-Ordner abgelegt sind. Je mehr Dateien Sie in Ihrem Dropbox-Ordner haben, desto mehr Arbeitsspeicher benötigt Dropbox, um diese zu verwalten.

Welche Faktoren verursachen eine hohe CPU-Auslastung?

Dass mehrere Dropbox-Prozesse gleichzeitig ablaufen, ist ganz normal. Wenn Sie mehrere Dropbox-Prozesse in der Aktivitätsanzeige unter macOS oder im Task-Manager unter Windows sehen, sollten Sie diese nicht beenden, da sie eventuell die primäre Desktop-App oder andere Features unterstützen. Außerdem suchen sie nach aktualisierten Versionen und überwachen das System auf Abstürze.

Wenn die CPU-Auslastung durch die Dropbox-Desktopanwendung ungewöhnlich hoch erscheint, kann das verschiedene Ursachen haben. Überprüfen Sie Folgendes:

1) Die Desktopanwendung synchronisiert eine große Menge an Dateien

Das Synchronisieren vieler Dateien ist besonders rechenintensiv und beansprucht den Prozessor sehr. Dies macht sich besonders bemerkbar, wenn die Desktopanwendung Ihre Dateien zum ersten Mal auf Ihrem Computer synchronisiert.

2) Externe Faktoren (oder Apps anderer Hersteller) stehen mit Dropbox in Konflikt.

Manche Drittanbieter-Apps greifen auf Dateien in Ihrem Dropbox-Ordner zu. Dropbox interpretiert diese Zugriffe möglicherweise als Änderungen an den Dateien und synchronisiert diese entsprechend. Fordert eine Drittanbieter-App laufend Zugriff auf Ihre Dateien an, führt Dropbox ebenso häufig Synchronisierungen aus, was wiederum zu einer hohen CPU-Auslastung führt.

Diese Schleife tritt in der Regel bei Drittanbieter-Apps aus den Bereichen Synchronisierung und Backup und bei Antiviren- oder Sicherheitsprogrammen auf oder bei Drittanbieter-Apps, die innerhalb des Dropbox-Ordners installiert sind.

Um herauszufinden, welche Drittanbieter-App die hohe CPU-Auslastung verursacht, deaktivieren Sie vorübergehend die einzelnen Drittanbieter-Apps in der Aktivitätsanzeige (macOS) oder im Task-Manager (Windows) und sehen Sie nach, ob die CPU-Auslastung durch Dropbox abnimmt.

3) Dateien im Dropbox-Ordner haben inkorrekte Dateiberechtigungen

Gibt es in Ihrem Dropbox-Ordner inkorrekte Dateiberechtigungen, versucht die Dropbox-App immer wieder vergeblich, die Dateien zu synchronisieren.

4) Sie haben eine große Anzahl von Dateien in Ihrem Dropbox-Ordner

Die Leistung der Dropbox-Desktopanwendung fällt ab etwa 300.000 Dateien ab. Mithilfe der selektiven Synchronisierung können Sie die Leistung und Synchronisierungsgeschwindigkeit steigern.

5) Der Dropbox-Ordner ist in einem Netzwerkspeicher (NAS) gespeichert

Der Dropbox-Ordner sollte nicht in einem Netzwerkspeicher (NAS) gespeichert werden, da die Dropbox-Desktopanwendung nicht mit Netzwerkdateisystemen funktioniert.

Verschieben Sie den Dropbox-Ordner einfach wieder auf ein lokales Laufwerk, um das Problem zu lösen. Führen Sie andernfalls diese speziellen Schritte aus, um Dropbox auf einem externen Laufwerk korrekt zu verwenden.

6) Ihr Dateisystem bietet keine Unterstützung für erweiterte Attribute

Damit unsere Desktopanwendung richtig funktioniert, muss der Dropbox-Datenordner auf einem Laufwerk mit einem Dateisystem gespeichert werden, das erweiterte Attribute unterstützt. Wird der Ordner an einem anderen Speicherort gespeichert, versucht die Anwendung immer wieder vergeblich, Ihre Dateien zu synchronisieren. Dieser Prozess führt zu einer hohen CPU-Auslastung.

Verschieben Sie Ihren Dropbox-Ordner auf eine Festplatte oder Partition mit einem unterstützten Dateisystem.

7) Symlinks bereiten Probleme

Wenn Sie wissen, dass Sie symbolische Verknüpfungen in Ihrem Dropbox-Ordner haben, entfernen sie diese, um die Leistung der Dropbox-Desktopanwendung zu verbessern. Da symbolische Verknüpfungen auf Daten an Speicherorten außerhalb des Dropbox-Ordners verweisen, versucht die Dropbox-Desktopanwendung vielleicht vergeblich, darauf zuzugreifen.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie symbolische Verknüpfungen in Ihrem Dropbox-Ordner haben, können Sie anhand der folgenden Schritte eine Liste aller vorhandenen symbolischen Verknüpfungen erstellen. In der Liste sehen Sie die vollständigen Dateipfade zu jeder symbolischen Verknüpfung und können erkennen, welche symbolische Verknüpfung auf einen Speicherort außerhalb des Dropbox-Ordners weist.

In der Regel empfehlen wir Ihnen, die tatsächlichen Daten (Dateien und Ordner) in Dropbox zu speichern und dann symbolische Verknüpfungen am ursprünglichen Speicherort zu erstellen. So befindet sich die symbolische Verknüpfung außerhalb des Dropbox-Ordners und die tatsächlichen Daten in Ihrer Dropbox werden synchronisiert. Auf diese Weise können Sie sowohl in Ihrer Dropbox als auch von einem Speicherort außerhalb der Dropbox auf Ihre Daten zugreifen.

Lesen Sie die zu Ihrem Betriebssystem passende Anleitung:

Linux und macOS

  1. Öffnen Sie Ihre Terminal-App unter /Programme/Dienstprogramme/Terminal. (Oder öffnen Sie Ihr bevorzugtes Kommandozeilen-Tool unter Linux.)
  2. Fügen Sie die folgende Kommandozeile ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  3. find ~/Dropbox -type l -exec ls -lah {} \;

Windows

  1. Drücken Sie auf Ihrer Tastatur gleichzeitig die Windows-Taste + R.
  2. Geben Sie „cmd“ ein und drücken Sie die Eingabetaste, um die Eingabeaufforderung zu öffnen.
  3. Kopieren Sie die folgende Befehlszeile, fügen Sie diese ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  4. dir "%HOMEPATH%\Dropbox" /a:l /s

Standardmäßig befindet sich der Dropbox-Ordner unter ~/Dropbox. Bei einem Dropbox Business-Konto finden Sie den geschäftlichen Dropbox-Ordner standardmäßig unter ~/Dropbox  {Teamname}. Um den geschäftlichen Dropbox-Ordner zu suchen, ersetzen Sie ~/Dropbox durch den vollständigen Pfad zum Dropbox-Ordner und setzen Sie den Pfad in Anführungszeichen. Dasselbe gilt auch, wenn Sie den Dropbox-Ordner vom Standardspeicherort an einen anderen Ort verschoben haben. Beispielzeile:

find "users/Michel/Documents/Dropbox (Enterprise)" -type l -exec ls -lah {} \;

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