Dropbox unter Linux: Quellinstallation, Befehle und Repositorys

Die Desktop-App von Dropbox steht auf unterstützten Linux-Betriebssystemen zur Verfügung. Wenn Sie Dropbox unter Linux verwenden, sollten Sie außerdem das passende Linux-Paket der Desktop-App herunterladen und installieren.

Abschnitte in diesem Artikel:

Dropbox-Quellinstallation für Linux erstellen

Die Quelle des Installationspakets für Dropbox wurde über eine öffentliche GPL-Lizenz freigegeben. Das bedeutet, dass Sie, auch wenn wir kein Installationspaket für die Linux- bzw. Unix-Distribution Ihrer Wahl anbieten, selbst eine Dropbox-Version kompilieren können.

Dropbox als Quellinstallation

  1. Laden Sie das neueste Installationspaket herunter.
  2. Extrahieren Sie die Tar-Datei:
  3. tar xjf ./nautilus-dropbox-1.6.1.tar.bz2

  4. In den meisten Distributionen kann die Installation mit dem folgenden Befehl zum Abschluss gebracht werden:
  5. cd ./nautilus-dropbox-1.6.1; ./configure; make; make install;

Bei Sonderdistributionen, oder wenn Sie Ihre Installation konfigurieren möchten, lesen Sie die im Quellpaket enthaltene Datei INSTALL.

Beiträge

Wie oben erwähnt, wird nautilus-dropbox über eine GPL-Lizenz freigegeben. Aus rechtlichen Gründen dürfen wir nur solche Patches in unsere Releases aufnehmen, die vom Urheber öffentlich freigegeben wurden. Natürlich werden Sie Ihren Namen trotzdem in der Datei CONTRIBUTORS finden, die im Lieferumfang jedes Pakets enthalten ist. Wenn Sie Patches einreichen möchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Und wenn Sie auf der Dropbox-Plattform entwickeln möchten, besuchen Sie unsere Entwickler-Site und sehen Sie sich unsere API an.

Dropbox Ihrem Linux-Repository hinzufügen

So fügen Sie Dropbox einem Ubuntu-Repository hinzu:

  1. Fügen Sie die folgende Zeile zu /etc/apt/sources.list hinzu und ersetzen Sie dabei xenial durch den Namen Ihres Builds.
  2. deb http://linux.dropbox.com/ubuntu xenial main

  3. Importieren Sie unsere GPG-Schlüssel in Ihr apt-Repository. Führen Sie den folgenden Befehl über Ihre Terminal-Shell aus:
  4. $ sudo apt-key adv --keyserver pgp.mit.edu

    --recv-keys 1C61A2656FB57B7E4DE0F4C1FC918B335044912E

So fügen Sie Dropbox einem Fedora-Repository hinzu:

  1. Fügen Sie die folgende Zeile zu /etc/yum.conf hinzu.
  2. name=Dropbox Repository

    baseurl=http://linux.dropbox.com/fedora/\$releasever/

    gpgkey=http://linux.dropbox.com/fedora/rpm-public-key.asc

     

Dropbox aus Ihrem Linux-Repository entfernen

  1. Entfernen Sie die Zeilen, die Sie eingegeben haben, als Sie Dropbox ursprünglich zu Ihrem Repository hinzugefügt haben:
    • Ubuntu: Entfernen Sie die folgende Zeile aus /etc/apt/sources.list. Ersetzen Sie dabei xenial durch den Namen Ihres Builds:
    •         deb http://linux.dropbox.com/ubuntu xenial main

    • Fedora: Entfernen Sie die folgende Zeile aus /etc/yum.conf:
    •         name=Dropbox Repository

              baseurl=http://linux.dropbox.com/fedora/\$releasever/

              gpgkey=http://linux.dropbox.com/fedora/rpm-public-key.asc

  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um alle Schlüssel aufzulisten, die Sie importiert haben:

    sudo apt-key list

  3. Kopieren Sie den Schlüssel für Dropbox und fühlen Sie dann diesen Befehl aus:

    sudo apt-key del <kopierter Dropbox-Schlüssel>

Welche Linux-Befehle stehen für Dropbox zur Verfügung?

Die Dropbox-Desktopanwendung kann über die Linux-Befehlszeilenschnittstelle gesteuert werden. Je nach Ihrer Linux-Distribution und dem für die Installation verwendeten Paket müssen Sie möglicherweise ein Python-Skript zur Befehlszeilensteuerung von Dropbox herunterladen. Es empfiehlt sich jedoch, es zunächst ohne das Herunterladen des Skripts zu versuchen.

Vor dem Ausführen von Befehlen sollten Sie sich vergewissern, dass Sie die verfügbaren Befehle ausführen, während sich die Eingabeaufforderung im Stammverzeichnis (d. h. der obersten Ebene) des Dropbox-Ordners befindet.

Standardmäßig befindet sich der Dropbox-Ordner unter ~/Dropbox (oder ~/Dropbox (Name Ihres Teams), wenn Sie ein Dropbox Business-Konto nutzen). Falls Sie den Dropbox-Ordner an einen anderen Ort verschoben haben, müssen Sie zunächst zum Stammverzeichnis Ihres eigentlichen Dropbox-Ordners navigieren, bevor Sie die folgenden Befehle ausführen.

Befehl Befehlszeile Zweck
autostart dropbox autostart [y/n] Hier haben Sie u. a folgende Optionen:
  • n: Dropbox wird bei der Anmeldung nicht automatisch gestartet
  • y: Dropbox wird bei der Anmeldung automatisch gestartet (Standardeinstellung)
Hinweis: Dieser Befehl kann möglicherweise nur auf aktuell unterstützten Ubuntu-Distributionen ausgeführt werden.
exclude dropbox exclude [list] Wenn list ohne Argumente verwendet wird, gibt dieser Befehl eine Liste von Verzeichnissen aus, die derzeit von der Synchronisierung ausgeschlossen sind.
  dropbox exclude add [VERZEICHNIS] [VERZEICHNIS] … Fügt Verzeichnisse zur Ausschlussliste hinzu und synchronisiert Dropbox dann neu.
  dropbox exclude remove [VERZEICHNIS] [VERZEICHNIS] … Entfernt Verzeichnisse von der Ausschlussliste und synchronisiert Dropbox dann neu. Beachten Sie, dass sich der eingegebene Pfad im Dropbox-Ordner befinden muss.
filestatus dropbox filestatus [-l] [-a] [DATEI]… Gibt den aktuellen Status jeder DATEI aus. Hier haben Sie u. a folgende Optionen:
  • -l bzw. --list: Informationen werden in einem Format ausgegeben, das dem nativen Linux-Befehl ls entspricht.
  • -a bzw. --all : Einträge, die mit einem Punkt beginnen, werden nicht ignoriert.
Aliasse umfassen stat.
help dropbox help [Befehl] Gibt (ohne Argumente) eine Liste von Befehlen sowie eine kurze Beschreibung der einzelnen Befehle aus. In Verbindung mit einem Befehl wird ein Hilfetext ausgegeben, der die Verwendung des Befehls beschreibt.
lansync dropbox lan sync [y/n] Hier haben Sie u. a folgende Optionen:
  • y: Dropbox verwendet die LAN-Synchronisierung (Standardeinstellung).
  • n: Dropbox verwendet keine LAN-Synchronisierung.
ls dropbox ls [DATEI]… Hierbei handelt es sich um ein Aliasbefehl für filestatus -l.
proxy dropbox proxy MODE [TYP] [HOST] [PORT] [NUTZERNAME] [KENNWORT] Zum manuellen Festlegen der Proxy-Einstellungen für Dropbox:
  • MODE kann einer der folgenden Modi sein: none, auto oder manual
  • Nur für den Modus manual:
    • TYP kann sein: http, socks4 oder socks5
    • HOST entspricht dem Proxy-Hostnamen
    • PORT entspricht dem Proxy-Port
    • NUTZERNAME entspricht dem Proxy-Nutzernamen (optional)
    • KENNWORT entspricht dem Proxy-Kennwort (optional)
puburl dropbox puburl DATEI Gibt eine öffentliche Link-URL für DATEI aus. Dies ist nur der Fall, wenn Ihr Konto über einen aktiven Ordner „Public“ verfügt. Dieser Befehl kann nur für Dateien in Ihrem Ordner „Public“ verwendet werden.
running dropbox running Gibt 1 aus, wenn der Daemon ausgeführt wird, und 0, wenn das nicht der Fall ist. Dieser Befehl kann nur in Skripten verwendet werden, um zu überprüfen, ob Dropbox ausgeführt wird. Dieser Befehl gibt nichts an die Befehlszeilenschnittstelle aus.
sharelink dropbox sharelink DATEI Gibt einen freigegebenen Link für DATEI aus.
  • DATEI entspricht dem absoluten Pfad zu der DATEI
start dropbox start [-i] Startet den Dropbox-Daemon. Wenn der Daemon bereits ausgeführt wird, hat dieser Befehl keine Auswirkung. Zu den Optionen zählen -i oder --install zur automatischen Installation des Dropbox-Daemon, wenn dieser nicht im System verfügbar ist.
status dropbox status Gibt den aktuellen Status des Dropbox-Daemon aus.
stop dropbox stop Hält den Dropbox-Daemon an.
throttle dropbox throttle DOWNLOAD UPLOAD Legt die Bandbreitenbeschränkung für die Dateisynchronisierung fest:
  • DOWNLOAD kann sein: unlimited oder ein manuell festgelegter Grenzwert in KB/s
  • UPLOAD kann sein: unlimited, auto oder ein manuell festgelegter Grenzwert in KB/s
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