Podcasts haben in den letzten Jahren immer weitere Verbreitung gefunden und es war noch nie so einfach, selbst einen Podcast zu starten. Mit den passenden Tools und ein wenig Know-how können Sie im Handumdrehen loslegen.
Die Beliebtheit von Podcasts ist in den letzten Jahren rasant gewachsen – vielleicht hören Sie sogar gerade jetzt einen. Als digitales Medium bieten Podcasts praktisch jedem die Möglichkeit, Audioinhalte zu einer scheinbar grenzenlosen Themenvielfalt zu erstellen, zu verbreiten und zu hören. Was macht Podcasts so beliebt? Diese Frage lässt sich einfach beantworten: Sie sind zugänglich, vielseitig und lassen sich einfach hören.
Heute gibt es Podcasts zu allen wichtigen Themen – von Entertainment und Bildung bis hin zu Nachrichten und Berichten für die unterschiedlichsten Interessen und Zielgruppen. Jeder kann Podcasts unterwegs, beim Multitasking oder in der Freizeit hören, was sie zu einem praktischen Unterhaltungs- und Informationsmedium macht.
Darüber hinaus sind Podcasts mit ihren häufig authentischen Gesprächen und tiefgründigen Diskussionen direkt und persönlich, was eine enge Bindung zwischen Podcaster und Hörern hervorbringt – und damit auch Gemeinschaftsgefühl und Engagement. Sie fragen sich vielleicht, wie Sie dieses immer beliebtere Medium nutzen können. Wie also gelingt der Einstieg?
In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie alles Wichtige zur Erstellung eines eigenen Podcasts, von der Planung und Entwicklung über die Aufzeichnung und Bearbeitung bis hin zur Veröffentlichung. Außerdem wird erläutert, wie mit Dropbox Replay der Einstieg besonders gut gelingt, indem Sie von Anfang an Feedback in den Editing-Workflow integrieren.

So starten Sie einen Podcast
Der Einstieg in die Welt der Podcasts will sorgfältig geplant und umgesetzt sein. Im Folgenden werden die wichtigsten ersten Schritte erläutert.
1. Planung und Entwicklung von Ideen
Das ist die vielleicht wichtigste Phase. Sie kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Beachten Sie folgende Punkte:
- Thema: Entscheiden Sie sich für ein Podcast-Thema, das zu Ihrem Spezialgebiet oder Ihren Interessen passt. Welche einzigartige Perspektive kann Ihr Podcast bieten? Ermitteln Sie eventuelle Marktlücken, die Ihr Podcast bedienen kann.
- Zweck: Warum möchten Sie einen Podcast starten? Handelt es sich um ein Hobby oder möchten Sie eine bestimmte Zielgruppe erreichen und eine Community aufbauen? Der Zweck bestimmt die Inhalte und das Format.
- Zielgruppe: Erstellen Sie eine klare Definition der Zielgruppe. Sind Sie mit den Interessen, Vorlieben und Problemen Ihrer Zielgruppe vertraut, können Sie Ihre Inhalte entsprechend anpassen.
- Wählen Sie einen Titel für Ihren Podcast: Entscheiden Sie sich für einen einprägsamen und aussagekräftigen Namen, an dem sich das Thema des Podcasts erkennen lässt und der bei der Zielgruppe Anklang findet.
- Format: Legen Sie das Format Ihres Podcasts fest. Arbeiten Sie allein oder mit einem Co-Moderator bzw. Interview-Partnern oder schwebt Ihnen ein anderes Format vor? Wählen Sie ein Podcast-Format, das zu Ihren Inhalten und Ihrem Stil passt.
- Struktur: Entscheiden Sie, wie lange die einzelnen Folgen dauern sollen und wie häufig Sie neue Folgen veröffentlichen. Regelmäßigkeit ist beim Podcasting besonders wichtig. Setzen Sie sich einen realistischen Zeitplan, den Sie einhalten können.
Mit der kostenlosen Brainstorming-Vorlage in Dropbox Paper können Sie Ihre Podcast-Inhalte organisieren und die erste Folge planen.

2. Vorbereitung des Equipments für die Aufzeichnung
Für einen Podcast benötigen Sie kein teures Aufnahmestudio. Eigentlich können Sie die Aufzeichnung überall vornehmen und dazu sogar Ihr Smartphone nutzen. Mit der Investition in folgendes Equipment profitieren Sie jedoch von wesentlich höherer Audioqualität:
- Mikrofon: Für Podcasts wird ein Nierenmikrofon empfohlen, da es weniger Hintergrundgeräusche aufzeichnet. Externe Mikrophone mit USB-Anschluss sind sofort einsatzbereit und liefern eine deutlich bessere Qualität als geräteinterne Mikrofone.
- Kopfhörer: Mit hochwertigen Kopfhörern lassen sich Audiopegel besser überwachen, sodass Sie für klaren Klang sorgen können. Professionelle Podcaster nutzen in der Regel geschlossene Schalenkopfhörer.
- Laptop oder Desktop: Für die Aufzeichnung und Bearbeitung Ihrer Podcast-Folgen benötigen Sie einen Computer. Technisch gesehen lassen sich Podcasts auch über ein Smartphone aufzeichnen, aber ein Computer mit mehr Anschlüssen, schnellerer SSD und insgesamt höherer Rechenleistung ist einfach besser geeignet.
- Kamera (optional): Video ist eine perfekte Ergänzung, durch die Ihr Podcast sich von der Masse abhebt. Sie können die Folgen live streamen oder direkt auf YouTube hochladen. Zur Aufzeichnung eines Video-Podcasts benötigen Sie eine Kamera. Mit vielen DSLRs lassen sich Videos in hoher Qualität aufzeichnen. Besitzen Sie eine solche Kamera, sollten Sie diese nutzen. So profitieren Sie ohne weitere Anschaffungen unmittelbar von wesentlich höherer Qualität. Selbstverständlich können Sie auch in eine spezielle Videokamera mit erweiterten Aufzeichnungsfunktionen investieren.
3. Auswahl der Podcast-Software
Da Podcasting immer weitere Verbreitung findet, kommen regelmäßig neue Tools und Software für die Aufzeichnung und Bearbeitung auf den Markt.
Beispielsweise benötigen Sie, wenn Sie Interviews mit Remote-Partnern führen, eine geeignete Aufzeichnungssoftware.
Des Weiteren sollten Sie sich für eine Bearbeitungssoftware entscheiden. Für Anfänger gibt es kostenlose Tools zur Bearbeitung von Audioaufzeichnungen wie GarageBand für Mac/iOS und Audacity. Fortgeschrittene sollten sich Tools wie Adobe Audition und Descript ansehen.
4. Vorbereitung der ersten Episode
Investieren Sie zunächst Zeit in die Vorbereitung der ersten Folge, bevor Sie mit der Aufzeichnung beginnen:
- Ablaufplan: Ein Plan stellt sicher, dass Sie den Zeitrahmen einhalten und alle vorgesehenen Themen zur Sprache kommen.
- Interessante Einleitung: Beginnen Sie die Folge mit einem Aufhänger oder Teaser, der die Aufmerksamkeit Ihres Publikums gewinnt.
- Abschluss im Blick: Was sollen die Zuhörer aus der Folge lernen oder mitnehmen?
- Gesprächsthemen oder Fragen: Bereiten Sie, falls Sie jemanden interviewen, eine Fragenliste vor, an der sich das Gespräch orientiert.
- Handlungsaufruf am Ende: Rufen Sie die Zuhörer auf, Kommentare zu hinterlassen, Ihren Podcast zu abonnieren oder Ihre Website zu besuchen.
5. Beginn der Aufzeichnung
Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, ist es an der Zeit, das Podcast-Equipment bereitzumachen und die erste Folge aufzuzeichnen:
- Ruhiger Raum: Verwenden Sie einen Raum mit möglichst wenig Hintergrundgeräuschen und Echo. Beurteilen Sie die Raumakustik anhand einer „Klatschprobe“.
- Systemeinstellungen: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Mikrophon und der Kopfhörer richtig angeschlossen und konfiguriert sind.
- Aufnahmepegel: Achten Sie darauf, dass der Eingangspegel nicht zu hoch eingestellt ist, da dies den Ton verzerren kann.
- Hohe Aufnahmequalität: Nutzen Sie ein hochauflösendes Format wie WAV oder AIFF in 24 Bit, 48 kHz. Dieses gewährleistet die beste Audioqualität.
- Gleichmäßiger Tonfall: Sprechen Sie deutlich und behalten Sie während der Aufzeichnung einen gleichmäßigen Tonfall bei.
- Atmo: Zeichnen Sie 30 Sekunden Stille auf. Damit erfassen Sie die Raumakustik. Der Fachbegriff hierfür ist Atmo.
- Intro und Outro: Im Intro können Sie sich selbst, Co-Moderatoren oder ggf. auch Gäste vorstellen. Das Outro sollten Sie für einen Handlungsaufruf nutzen.

6. Einholen von Feedback zur Aufzeichnung
Sich vor der Veröffentlichung Feedback zu einer Podcast-Folge zu holen, ist aus verschiedenen Gründen von unschätzbarem Wert.
Vor Allem bietet Ihnen Feedback eine zweite Meinung, die Ihnen hilft, verbesserungsfähige Bereiche zu ermitteln. Das ist besonders hilfreich, wenn Podcasting Neuland für Sie ist und Sie noch dabei sind, einen eigenen Stil und ein eigenes Format zu entwickeln.
Dropbox Replay ist ein fantastisches Tool zum Einholen von Feedback zu Audiodateien, da es den Ablauf sowohl für Sie als auch für Reviewer vereinfacht. Sie müssen lediglich einen Link zu Ihrer Audiodatei mit dem Reviewer teilen. Dieser kann sich die Datei dann anhören und seine Meinung äußern – auch ohne eigenes Dropbox-Konto.
Sollten Sie sich – wie viele etablierte Podcaster – dafür entscheiden, einen Editor mit der Post-Production zu beauftragen, lässt sich mit Replay ganz einfach Feedback zu jedem Bearbeitungsschritt geben.
Mit Replay können Sie schnell und effizient Feedback aus unterschiedlichen Quellen einholen und Ihrer Folge so vor der Veröffentlichung den letzten Schliff geben.
7. Erstellen von Artwork für den Podcast
Das Cover-Bild vermittelt dem Publikum einen ersten Eindruck des Podcasts und sollte daher ebenso optisch ansprechend wie informativ sein. Im Folgenden finden Sie einige Richtwerte:
- Größe: Das Cover-Bild sollte zwischen 1.400 x 1.400 und 3.000 x 3.000 Pixel groß sein.
- Komprimierung: Komprimieren Sie die Datei. Damit optimieren Sie sie für Mobilgeräte.
- Wenig Text: Außer dem Namen des Podcasts sollte das Cover möglichst wenig Text enthalten. Zu viel Text überfordert den Betrachter unter Umständen und wirkt schnell unprofessionell.
Sollten Sie sich mit Design nicht so gut auskennen, bieten Tools wie Canva Tausende Vorlagen für beeindruckende Grafiken. Dank der Dropbox-Integration für Canva können Sie vom Canva-Editor aus auf in Ihrem Dropbox-Konto gespeicherte Designentwürfe oder Grafiken zugreifen und das fertige Design mit wenigen Klicks direkt in Dropbox speichern.
8. Veröffentlichung der ersten Podcast-Folge
Sobald Sie die Folge aufgenommen, Feedback eingeholt und alle notwendigen Bearbeitungen vorgenommen haben, können Sie die Veröffentlichung in Angriff nehmen. So geht’s:
- RSS-Feed: Sie benötigen einen RSS-Feed speziell für Podcasts, damit dieser in Listening-Verzeichnisse aufgenommen werden kann. So ist der Podcast für Hörer einfach aufzufinden und sie können neue Folgen entdecken. RSS-Feeds sind glücklicherweise kostenlos und lassen sich einfach einrichten.
- Hosting-Plattform für Ihren Podcast: Sie können Podcasts nicht direkt auf Plattformen wie Apple Podcasts oder Spotify hochladen. Sie müssen eine Podcast-Hosting-Plattform wie Buzzsprout, Transistor oder PodBean nutzen.
- Content in Listening-Verzeichnissen veröffentlichen: Sobald Ihr Podcast gehostet wird, können Sie Ihren Content in Podcast-Verzeichnissen wie iTunes/Apple Podcasts, Spotify, TuneIn, Amazon Music und Audible, YouTube, Deezer und SoundCloud veröffentlichen.
Vergessen Sie nicht, eine aussagekräftige Beschreibung der Folge mit zahlreichen Keywords zu erstellen. Dieser Beschreibung bestimmt, ob sich potenzielle Hörer für oder gegen Ihren Podcast entscheiden. Wie viele Zeichen Ihnen zur Verfügung stehen, hängt von der jeweiligen Plattform ab. In der Regel sind 400–600 Wörter optimal.
9. Werbung für Ihre Show und Gewinn neuer Hörer
Herzlichen Glückwunsch! Sie haben Ihren Podcast gestartet. Das ist jedoch noch nicht alles.
Indem Sie mit plattforminternen Features und in Social Media für Ihre Show werben, sichern Sie sich Aufmerksamkeit und gewinnen mehr Hörer. Sie könnten sich auch Gedanken über Werbeanzeigen und Monetarisierung machen, damit Sie mehr Zeit haben, sich Ihrem Podcast zu widmen, und dieser zu Ihrer Haupteinnahmequelle wird.
Optimieren Sie Ihren Podcast, damit Sie noch mehr Hörer erreichen. Berücksichtigen Sie dabei Faktoren wie die Podcast-SEO. Suchmaschinen und Podcast-Apps sorgen anhand der sogenannten Metadaten wie dem Namen des Podcasts, den Titeln der Folgen und den Hinweisen zur Show bzw. den Beschreibungen des Podcasts dafür, dass dieser einfacher auffindbar ist.
Tipps für den Start eines erfolgreichen Podcasts
Im Folgenden finden Sie einige zusätzliche Tipps für den Erfolg in der Welt der Podcasts:
- Bindungen stärken: Treten Sie über plattforminterne Features wie Q&As und Umfragen mit Hörern in Kontakt und stärken Sie die Community.
- Performance analysieren: Bewerten Sie anhand von auf der jeweiligen Plattform bereitgestellten Analysetools Ihre Performance und Ihre Fortschritte.
- Weitere Formate hinzufügen: Vielleicht sollten Sie Video-Podcasts in Betracht ziehen, wenn Sie bislang nur Audio-Podcasts aufzeichnen. Viele Nutzer sehen sich Inhalte lieber an, statt sie nur zu hören. Sie erreichen eine wesentlich größere Zielgruppe, indem Sie Ihre Sendung auf YouTube hochladen und Ausschnitte oder Teaser auf Social-Media-Plattformen veröffentlichen.

Perfekte Podcasts mit Dropbox Replay
Ein eigener Podcast kann eine lohnende Erfahrung sein. Wichtig ist jedoch, dass Sie von Anfang an alles richtig machen. Dropbox Replay hilft Ihnen hierbei, da Sie Feedback von Anfang an in den Editing-Workflow integrieren können.
Mit Replay lassen sich Audiodateien vor der Veröffentlichung der einzelnen Folgen problemlos mit Reviewern teilen, deren Kommentare einholen und Verbesserungen vornehmen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Podcast von höchster Qualität ist und bei Hörern gut ankommt.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Der Start eines Podcasts erfordert keinerlei Investitionen. Es gibt zahlreiche kostenlose Hosting-Plattformen für Podcasts und die Folgen lassen sich mithilfe von Gratissoftware aufzeichnen und bearbeiten. Möchten Sie jedoch erweiterte Features nutzen und die Audioqualität verbessern, müssen Sie möglicherweise in zahlungspflichtige Tools oder Geräte investieren.
Für den Start eines Podcasts benötigen Sie ein Mikrofon, Kopfhörer, einen Computer und eine geeignete Bearbeitungssoftware. Für einen Videopodcast benötigen Sie zudem eine Kamera.
Ja. Podcaster können auf verschiedene Weise Geld verdienen, unter anderem durch Werbung, Sponsoring, Spenden und den Verkauf von Merchandise-Artikeln. Wie hoch der Verdienst von Podcastern ausfällt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, darunter die Größe des Publikums, das Thema und die Vermarktungsstrategien.
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